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Liebe Gemeinde, 
heute stellen wir ihnen den vorerst letzten Predigttext zu unseren Gottesdiensten online. 
Da es derzeit wieder möglich ist in den Gottesdienst zu gehen und viele Menschen durch eine Impfung geschützt sind, wollen wir diese Aktion nun einstellen.
Wir wünschen Ihnen eine sonnige Sommerzeit und alles Liebe und Gute.

 Gottesdienst am 7. Sonntag nach Trinitatis

dem 18. Juli 2021 um 10.00 Uhr in der Matthäus-Kirche Lehrte

 Pastorin Beate Gärtner, Liturgie und Predigt

Ensemble der Kantorei, Klaus Wolf, Musik

Andreas Wilkening und Veronika Schneider, Vorsitzender Gemeindebeirat und Besucherbetreuerin

 Glockengeläut

 Musik zum Eingang

„Die güldne Sonne“ (EG 443, 1+3.4+10)

 Ensemble:

Die güldne Sonne / voll Freud und Wonne / bringt unsern Grenzen / mit ihrem Glänzen / ein herzerquickendes, liebliches Licht. / Mein Haupt und Glieder, / die lagen darnieder; / aber nun steh ich, / bin munter und fröhlich, / schaue den Himmel mit meinem Gesicht.

 Lasset uns singen, / dem Schöpfer bringen / Güter und Gaben; / was wir nur haben, / alles sei Gotte zum Opfer gesetzt! / Die besten Güter / sind unsre Gemüter; / dankbare Lieder / sind Weihrauch und Widder, / an welchen er sich am meisten ergötzt.

 Gemeinde:

Abend und Morgen / sind seine Sorgen; / segnen und mehren, / Unglück verwehren / sind seine Werke und Taten allein. / Wenn wir uns legen, / so ist er zugegen; / wenn wir aufstehen, / so lässt er aufgehen / über uns seiner Barmherzigkeit Schein.

 Willst du mir geben, / womit mein Leben / ich kann ernähren, / so lass mich hören / allzeit im Herzen dies heilige Wort: / "Gott ist das Größte, / das Schönste und Beste, / Gott ist das Süßte und Allergewisste, / aus allen Schätzen der edelste Hort."

 

Gruß und Begrüßung

 Im Namen des Vaters…

 

„So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.“

                                                                       Epheser 2,19

 

Wie schön! Wir sind Gottes Hausgenossen!

Und heute schon gar, wenn wir mit ihm Gottesdienst feiern.

Heute hat er uns nämlich zu sich nach Hause eingeladen. Und uns so zu Mitbürgern der Heiligen gemacht.

Oder wie wir es sagen würden: Zu einer Gemeinschaft der Heiligen.

Das lasst uns feiern!

 

Wir beginnen mit dem 107. Psalm…

 

 

 

 

Psalmgebet im Wechsel (Psalm 107, 1-9)

 

Ensemble Rahmung:

„Danket, danket dem Herrn“ (EG 336)

Danket, / danket dem Herrn, / denn er ist sehr freundlich, / seine Güt und Wahrheit / währet ewiglich.

 

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich,

und seine Güte währet ewiglich.

So sollen sagen,

die erlöst sind durch den Herrn,

die er aus der Not erlöst hat,

die er aus den Ländern zusammengebracht hat

von Osten und Westen, von Norden und Süden.

Die irregingen in der Wüste,

auf ungebahntem Wege,

und fanden keine Stadt,

in der sie wohnen konnten,

die hungrig und durstig waren

und deren Seele verschmachtete,

die dann zum Herrn riefen in ihrer Not

und er errettete sie aus ihren Ängsten

und führte sie den richtigen Weg,

dass sie kamen zur Stadt,

in der sie wohnen konnten:

Die sollen dem Herrn danken

für seine Güte /

und für seine Wunder,

die er an den Menschenkindern tut,

dass er sättigt die durstige Seele

und die Hungrigen füllt mit Gutem.

 

Ensemble Rahmung:

„Danket, danket dem Herrn“ (EG 336)

Danket, / danket dem Herrn, / denn er ist sehr freundlich, / seine Güt und Wahrheit / währet ewiglich.

 

Tagesgebet

Jesus Christus,

du stillst unsere Sehnsucht nach Leben,

von dir kommt das Brot, das den Hunger vertreibt.

Dankbar nehmen wir deine Gaben an.

Mach uns frei, dass wir sie untereinander teilen

und Gott die Ehre geben alle Zeit.

 

Lesung des Evangeliums (Johannes 6, 1-15; Kirchenvorsteherin)

Danach ging Jesus weg ans andre Ufer des Galiläischen Meeres, das auch See von Tiberias heißt. Und es zog ihm viel Volk nach, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus aber ging hinauf auf einen Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern. Es war aber kurz vor dem Passa, dem Fest der Juden. Da hob Jesus seine Augen auf und sieht, dass viel Volk zu ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese zu essen haben? Das sagte er aber, um ihn zu prüfen; denn er wusste wohl, was er tun wollte. Philippus antwortete ihm: Für zweihundert Silbergroschen Brot ist nicht genug für sie, dass jeder auch nur ein wenig bekomme. Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus: Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische. Aber was ist das für so viele? Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich etwa fünftausend Männer. Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, so viel sie wollten. Als sie aber satt waren, spricht er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt. Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die denen übrig blieben, die gespeist worden waren. Als nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da Jesus nun merkte, dass sie kommen würden und ihn ergreifen, um ihn zum König zu machen, entwich er wieder auf den Berg, er allein.

 

MUSIK

„Aller Augen warten auf dich, Herre“ (EG461)

 

Ensemble:

Aller Augen warten auf dich, Herre, / und du gibest ihnen ihre Speise zu seiner Zeit, / du tust deine milde Hand auf / und sättigest alles was da lebet, / mit Wohlgefallen. / Amen.

 

KURZPREDIGT Und Brotessen

 

Liebe Gemeinde,

 

als Kind habe ich Märchen geliebt. Und wie ein Märchen kommt mir diese Geschichte aus der Bibel vor:

 

Da geht einer in Hungersnot aus seiner Heimat fort. Trinkt aus einem Bach Wasser. Wird des Morgens und des Abends von Raben mit Brot und Fleisch versorgt. Muss auch diese neue Heimat wieder verlassen. Kommt an ein Stadttor. Trifft dort auf eine Witwe. Bittet sie, ihm Brot und Wasser zu bringen.

Die fleht ihn an, von der Bitte Abstand zu nehmen, weil sie nur noch eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug ihr eigen nennt.

Daraus will sie für sich und ihren Sohn Brot backen. Und mit ihm gemeinsam Hungers sterben.

 

Dann geschieht das, was in Märchen so oft geschieht:

Das Mehl und das Öl zum Brotbacken vermehren sich auf wundersame Art und Weise und gehen niemals zur Neige.

 

Die Geschichte könnte durchaus mit den Worten enden: „Und alle drei hatten von da an genug zu Essen und zu Trinken und lebten bis ans Ende ihrer Tage glücklich und vergnügt“.

Nun ist diese Geschichte kein Märchen. Sondern eine Erzählung aus der Bibel. Mit Wendungen, wie sie nur in der Bibel vorkommen. Aber dazu später mehr.

 

Jetzt erst einmal zurück zu dem für mich entscheidenden Satz der Witwe. Sie sagt:

„Ich … habe nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug … und gehe heim und wills‘ mir und meinem Sohn zubereiten, dass wir essen – und sterben.

 

Mich hat dieser Satz erschüttert. Wie viel Hoffnungslosigkeit in ihm liegt!

 

Dann habe ich mich gefragt: Gibt es in meinem Leben ähnliche Momente? In denen ich denke: ‚Was ich hier empfange, reicht auf die Dauer eigentlich nicht zum Leben!‘?

Meine Antwort: Ja! Es gibt solche Momente. Auch sie haben etwas mit Brot zu tun. Oder konkreter: mit Brot und Wein. Und noch konkreter: mit der Feier des Heiligen Abendmahls.

 

Seit über einem Jahr verzichten wir als Gemeinde – aus guten Gründen – darauf.

Aber ich merke zunehmend, wie sehr mir das Brot des Lebens und der Kelch des Heils fehlen.

 

Beinahe geht es mir so wie der Witwe, und unsere Gottesdienste kommen mir trotz schöner Musik und vorsichtig sich öffnendem Gesang vor, als hätte ich nur noch eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug.

 

Und so gehe ich zwar nicht mit dem Gedanken: ‚ich gehe heim und will‘s mir zubereiten – und sterben‘, aus diesen Gottesdiensten, wohl aber hin und wieder mit dem Gedanken: ‚mir fehlen das gemeinsame Essen und Trinken am Tisch des Herrn so sehr, dass ich mich wie abgeschnitten fühle‘.

 

Zurück zur Erzählung aus der Bibel. Und hin zu den Wendungen, wie sie nur in ihr, nicht aber im Märchen vorkommen.

Die Handvoll Mehl im Topf und das wenige Öl im Krug vermehren sich dort zwar auf wundersame Art und Weise und gehen auch niemals zur Neige, aber das alles ist umschlossen von dem einem Satz des Mannes, der aus seiner Heimat fort ging.

 

Elia heißt der. Er ist ein Prophet. Gesandt von Gott. Er sagt der Witwe: „Fürchte dich nicht!“

 

Sagt damit zugleich: ‚Befreie dich aus deiner Hoffnungslosigkeit! Schöpfe Hoffnung! Dann wirst du leben!

 

Die Witwe hört, was Elia sagt. Und sie vertraut seinen Worten.

 

Schüttelt ihre Furcht ab. Befreit sich aus ihrer Hoffnungslosigkeit. Schöpft Hoffnung. Backt aus dem Wenigen, was sie hat, Brot. Erst für Elia. Und dann für sich und ihren Sohn.

 

Aber das ist nur Beiwerk. Wichtig ist, dass sie ins Leben zurück gefunden hat. Und damit zu allem, was ein durch Gott begleitetes Leben ausmacht.

 

In diesem Leben wird es ihr an nichts mangeln nach dem Wort des Herrn, das er zu ihr geredet hat durch Elia.

Es wird ein Leben in Fülle sein.

 

Ein letztes Mal zurück zum Heiligen Abendmahl.

 

Ich will von der Witwe lernen. Will in allem, was uns im Moment in unseren Gottesdiensten möglich ist, die Worte von Elia hören: „Fürchte dich nicht!“

 

Will sie in der Musik hören. Und im Gesang des Ensembles. In den Worten der Bibel. Und der Predigt. Im Vaterunser. Und im Segen.

 

Und auch in meiner eigenen Stimme. Die im vorsichtig sich öffnenden Gesang die Hoffnung und das Leben besingt.

Und mich so in ein von Gott begleitetes Leben zurück finden lässt, von dem ich weiß: Es ist ein Leben in Fülle!

Aber wie geht es mir nach dem eben Gesagten mit dem Brot des Lebens und dem Kelch des Heils? Fehlen sie mir nun nicht mehr?

 

Doch!

 

Aber auch hier will ich mich von Hoffnung tragen lassen.

 

Mitte August wird unser Kirchenvorstand darüber beraten, wann wir als Gemeinde wieder Abendmahl feiern.

 

Ich ich bin sicher: Er wird eine Entscheidung fällen, die uns in absehbarer Zeit das gemeinsame Essen und Trinken am Tisch des Herrn wieder ermöglichen wird.

 

Als Vorgeschmack darauf lasst uns nun die kleinen Brötchen essen, die am Eingang verteilt wurden.

 

Wenn wir ihre Süße an unserm Gaumen und auf unserer Zunge schmecken, werden wir wissen:

In unserem Leben mangelt es an nichts nach dem Wort des Herrn, das er zu uns geredet hat durch Elia.

Es ist ein Leben in Fülle.

 

Und das ist kein Märchen, sondern die Wahrheit!

Amen.

 

Brötchen essen…

 

 

Musik

„Alles ist an Gottes Segen“ (EG 352, 1-4)

 

Ensemble:

Alles ist an Gottes Segen / und an seiner Gnad gelegen / über alles Geld und Gut. / Wer auf Gott sein Hoffnung setzet, / der behält ganz unverletzet / einen freien Heldenmut.

 

Gemeinde:

Der mich bisher hat ernähret / und mir manches Glück bescheret, / ist und bleibet ewig mein. / Der mich wunderbar geführet und noch leitet und regieret, / wird forthin mein Helfer sein.

 

Ensemble:

Sollt ich mich bemühn um Sachen, / die nur Sorg und Unruh machen / und ganz unbeständig sind? / Nein, ich will nach Gütern ringen, / die mir wahre Ruhe bringen, / die man in der Welt nicht find't.

 

Gemeinde:

Hoffnung kann das Herz erquicken; / was ich wünsche, wird sich schicken, / wenn es meinem Gott gefällt. / Meine Seele, Leib und Leben / hab ich seiner Gnad ergeben / und ihm alles heimgestellt.

 

Abkündigungen

 

 

 

Fürbitte

Gott,

du bist nicht müde geworden,

deine Gaben auszuteilen,

damit wir leben.

Vergib uns unsere Schuld,

die uns hart macht

und unsere Hände verschließt.

Belebe uns,

dass wir mit offenem Herzen geben,

was wir empfangen haben,

dass wir Verbitterte befrieden,

Ängstliche trösten

und denen, die an ihr Ende kamen,

den weiten Raum des Glaubens auftun.

Vater, die, die wir lieben, bewahre,

und die, die uns fremd sind, segne.

Erbarme dich dieser Erde,

dass sie nicht zerstört werde und verloren gehe,

sondern ein Zeichen deiner Güte bleibe.

 

Vaterunser

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Segen

 

Musik

„Im Frieden dein“ (EG 222, 1-3)

 

Gemeinde:

Im Frieden dein, o Herre mein, / lass ziehn mich meine Straßen. / Wie mir dein Mund gegeben kund, / schenkst Gnad du ohne Maßen, / hast mein Gesicht das sel'ge Licht, / den Heiland, schauen lassen.

 

Mir armem Gast bereitet hast / das reiche Mahl der Gnaden. / Das Lebensbrot stillt Hungers Not, / heilt meiner Seele Schaden. / Ob solchem Gut jauchzt Sinn und Mut / mit alln, die du geladen.

 

O Herr, verleih, dass Lieb und Treu / in dir uns all verbinden, / dass Hand und Mund zu jeder Stund / dein Freundlichkeit verkünden, / bis nach der Zeit den Platz bereit / an deinem Tisch wir finden.

 

Musik zum Ausgang

Die nächsten Termine

Herrnhuter Losung:

Josef tröstete seine Brüder und redete freundlich mit ihnen.
Kein hässliches Wort komme über eure Lippen, sondern wenn ein Wort, dann ein gutes, das der Erbauung dient, wo es nottut, und denen, die es hören, Freude bereitet.